Die Bagdad-Bahn
SWR ARTE History Channel SRF | 2007

Folge 1 - Aufbruch ins Ungewisse
Folge 2 - Auf gefährlichen Pfaden

Buch | Regie - Roland May
Co-Autorin - Chiara Sambuchi
Kamera - Patrick Popow, Peter Klotz, Björn Kurt, Frank Müller
Ton - Silvio Reichenbach
Szenenbild - Michael Schlüssel
Kostümbildnerin - Carola Raum
Regieassistenten - Dirk van den Berg, Esra Oral
Schnitt - Christian Fibikar, Penelope Münzner
VFX Editor - Daniel Stübner
Mischung - Audioforce
Drehorte - Istanbul, Adana, Aleppo, Damaskus, Amman, Wadi Rum, Aqaba
Sprachen - Türkisch, Arabisch, Französisch, Deutsch
Produktion - Lavafilm

Besetzung:
Rüdiger Kuhlbrodt - Meissner
Cay Helmich - Gertrude Bell
Martin Klemrath - Mielke
 

 

 

 

Folge 1 Aufbruch ins Ungewisse

1903 fällt im Orient der Startschuss für ein technisch wie politisch waghalsiges Unternehmen: Der Bau der Bagdadbahn, einer Eisenbahnstrecke, die die beiden Metropolen Konstantinopel und Bagdad verbinden soll. Die Idee stammt von Sultan Abdulhamid II., dem Herrscher über das riesige Osmanische Reich. Es erstreckt sich von Konstantinopel bis an den Persischen Golf, vom Schwarzen Meer bis nach Mekka. Um sein Herrschaftsgebiet wirtschaftlich zu erschließen, will er ein modernes Verkehrssystem schaffen. Aber allein ist das Osmanische Reich zu schwach, um einen solchen Plan zu realisieren. Der Sultan braucht Partner.
Die Konzession zum Bau der Bahn geht an das deutsche Kaiserreich. Deutsche Banken übernehmen die Finanzierung, deutsche Unternehmen stellen die Ingenieure und leiten den Bau. Ob Lokomotiven, Schienen oder Nieten, alles wird aus dem Norden per Schiff in den Orient transportiert. Ein lukratives Geschäft für die deutsche Wirtschaft, aber auch ein Risiko. Denn die Bahn führt über weite Strecken durch abgelegene, menschenleere Gebiete, über hohe Gebirge, reißende Flüsse, durch Steppen und glühende Wüsten. Keiner hatte bisher gewagt, unter solchen Bedingungen eine Eisenbahnstrecke zu bauen. Als sich die Trasse im Süden der syrischen Stadt Aleppo nähert, alarmiert das die Briten. In Aleppo bekommt die Bagdadbahn Anschluss an eine Pilgerbahn, die der deutsche Ingenieur Heinrich August Meissner im Auftrag des Sultans baut. Damit können Pilger, aber auch Soldaten und Waffen in die Sinai-Region transportiert werden. Die Briten fürchten, dass die Osmanen mit Hilfe der Bahn einen Angriff auf den Suezkanal unternehmen könnten - die Lebensader des britischen Empire und die wichtigste Verbindung zwischen Großbritannien und der Kronkolonie Indien. Sie beginnen Informationen über die Bauarbeiten zu sammeln. Zu ihren Spionen gehören Gertrude Bell, orientbegeisterte Tochter eines britischen Stahlmagnaten, und der später als "Lawrence von Arabien" bekannt gewordene britische Archäologe und Abenteurer Thomas Edward Lawrence. Was sie nach London berichten, lässt nur einen Schluss zu: die Fertigstellung der Bahn ist nur noch eine Frage der Zeit, die Deutschen werden es schaffen. Doch mit dem Beginn des Ersten Weltkrieges ändert sich alles.

 

Folge 2 Auf gefährlichen Pfaden

1914 beginnt in Europa der Erste Weltkrieg. Die Arbeiten an der Bahn ruhen, aber dann treten die Osmanen auf der Seite der Mittelmächte in den Krieg ein. Jetzt wird mit Hochdruck an den strategisch wichtigen Linien gebaut. Auf ihr werden Truppen, Waffen und Munition in den Süden des Osmanischen Reiches gebracht. Im Sinai greifen türkische Soldaten unter Führung deutscher Offiziere tatsächlich den Suezkanal an. Die Briten Sie erobern Basra und sichern sich die Ölquellen. Im Hedjaz ganz im Westen der Arabischen Halbinsel sichert die Bahn den Türken ihre Garnison in Medina. Erst 1916 gelingen den Briten mithilfe der Hashemiten und einiger Wüstenstämme die Osmanen zurückzudrängen. Im Oktober 1918 unterzeichnen die Osmanen die Kapitulation. Die deutschen Ingenieure müssen das Land verlassen. So wird ihr kühner Traum von einer Eisenbahnstrecke zwischen Konstantinopel und Bagdad erst in den 40er Jahren wahr

Wir benötigen Ihre Zustimmung zum Laden der Übersetzungen

Wir nutzen einen Drittanbieter-Service, um den Inhalt der Website zu übersetzen, der möglicherweise Daten über Ihre Aktivitäten sammelt. Bitte überprüfen Sie die Details in der Datenschutzerklärung und akzeptieren Sie den Dienst, um die Übersetzungen zu sehen.