Unbekanntes Spanien

Unbekanntes Spanien
ARTE | 4 Folgen à 45 min | Doku

Auf der Suche nach einem Land, das es nicht gibt. In einer Region Spaniens, die selbst viele Spanier nur vom Hörensagen kennen – fast menschenleer und doch voller Geschichten. Zwischen wilden Tieren, verwaisten Dörfern, mittelalterlichen Schlössern und endlosen Hochebenen wird eine frühere Weltmacht sichtbar, deren Herz heute so still schlägt, dass jeder Schritt wie ein Echo der Geschichte klingt. Hier, wo Luchse zurückkehren, Hähne mit goldenen Federn gezüchtet werden und Poeten das wahre Spanien wiederaufleben lassen, kann jede Begegnung einen Schatz bergen. In einigen Gebieten aber sind die Bewohner ganz verschwunden. Was bleibt hier, ausser Landschaft, Erinnerung und ein paar Unbeirrbaren?

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An einem Tag im September - Doku
ZDF Terra X History | 45 min

Zwei Staatsmänner treffen sich, um die Geschichte ihrer Länder zu verändern. Deutschland und Frankreich – jahrhundertelang Rivalen, gezeichnet von Krieg und Blutvergießen – suchen einen neuen Anfang. Konrad Adenauer und Charles de Gaulle wagen 13 Jahre nach dem Zweiten Weltkrieg das scheinbar Unmögliche: Versöhnung. Die Dokumentation „An einem Tag im September“ beleuchtet den ersten Besuch Adenauers bei de Gaulle 1958. Misstrauen, alte Wunden und politische Krisen prägen das Treffen. Und doch entsteht aus vorsichtiger Distanz eine Freundschaft, deren Gesten und Bilder zum Symbol eines historischen Neubeginns werden. 

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Sanssouci - Friedrichs Paradies 
ARTE | 90 min | Doku

Sanssouci ist mehr als ein Schloss – es ist ein Sehnsuchtsort. Der Film zeigt die Schlösser und Gärten von Sanssouci als einzigartiges Gesamtkunstwerk, in dem Architektur, Landschaft und Geist eine Einheit bilden. Hier schuf Friedrich der Große seine persönliche Welt. Er plante und überwachte jedes Detail selbst und inszenierte Sanssouci als Rückzugsort der Aufklärung: ein exklusiver Hof aus Kunst, Philosophie und Musik, mit Voltaire als prominentem Gast. Die Räume Friedrichs des Großen sind eine Welt voller penibel ausgewählter Formen etwa des „Friderizianischen Rokoko“ und Parks mit mythologischen Skulpturen. Vom kleinen Lustschloss bis zum monumentalen Neuen Palais erzählt Sanssouci von Macht, Selbstinszenierung und einer Regentschaft zwischen Krieg und Frieden – und von einem Ort, der bis heute fasziniert.

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Die Pyrenäen
SWR  ARTE | 4 Folgen à 45 min | Doku

'Diese Berge haben das Salz der Meere in sich und den Honig der Akazien, den Geruch des Schnees und den der Lilien'. Die Pyrenäen sind mehr als nur ein Gebirge. Sie sind eine Landschaft voller Geheimnisse, in der man sich verliert, ohne verloren zu gehen. Die Geschichten handeln von Bären, Bartgeiern, der Poesie der Schmetterlinge und Landschaften voller berauschender Schönheit. Zwischen Atlantik und Mittelmeer erzählen Menschen von ihrer Wechselbeziehung zur Vielfalt der Region als Gestaltungsraum und vom Suchen und Finden der eigenen Bestimmung. Trotz verschiedener Sprachen sind die Pyrenäen ein Kulturraum. Okzitanier, Katalanen, Basken und die Bewohner der Nouvelle-Aquitaine - sie alle gehören in der Bergwelt der Pyrenäen irgendwie zusammen.

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Terra X  Das Trojanische Pferd 
- Auf der Spur eines Mythos
ZDF und ARTE | 45 +  52 min | Szenische Dokumentation

Kaum eine Geschichte ist berühmter als die vom Trojanischen Pferd. Doch was, wenn sie nie so geschehen ist? Der italienische Unterwasserarchäologe Francesco Tiboni stellt den Mythos radikal infrage. In einer aufwendigen Spurensuche treffen Homers Epos und moderne Wissenschaft aufeinander. War das Holzpferd eine geniale Kriegslist – oder ein Missverständnis der Geschichte? Archäologische Funde, widersprüchliche Darstellungen und neue Theorien zeichnen ein anderes Bild vom Ende Trojas. Tiboni folgt den Spuren an Land und unter Wasser. Bis in den Tiefen des Mittelmeers Hinweise auftauchen, die den 3000 Jahre alten Mythos neu erzählen.

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75 Jahre Deutschland 
- Der große Test
ZDF | 90 min | Dokumentation | mit Mirko Drotschmann

Was versteht man in Deutschland unter der „Friedlichen Revolution“? Wie hießen die größten Versandhäuser? Zum Jahrestag der Gründungen der Bundesrepublik Deutschland und der DDR führt Mirko Drotschmann durch Höhepunkte der deutschen Geschichte der letzten 75 Jahre: einer Geschichte von Teilung und Einheit, Freiheit und Diktatur, Wirtschaftswundern und Weltmeisterinnen. Er trifft Zeitzeuginnen und Experten, die uns auf eine Reise in die deutsche Geschichte mitnehmen, und stellt Menschen auf der Straße Fragen zu wichtigen Ereignissen und Entwicklungen seit 1949. Eine Umfrage der Forschungsgruppe Wahlen zeigt, wie gut sich die Deutschen auskennen. Was haben wir noch in Erinnerung? Was ist in Vergessenheit geraten? Was macht Deutschland aus?

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Kraftakt fürs Klima - Wege aus dem Notstand
3sat | 45 min | Doku

Der Ukraine-Krieg machte eine Abkehr vom billigen russischen Gas unumgänglich. Es wächst der gesellschaftliche Rückhalt beim Plan der Bundesregierung, erneuerbare Energiequellen auszubauen. Neue Ideen und Modelle zur dezentralen Energieversorgung entstehen überall im Land und stoßen in Geschäftsbereiche der großen Stromkonzerne vor. Haben sie eine Chance, sich zu entwickeln? Wie groß ist die Angst vor Veränderungen durch die Energiewende?

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Zeitenwende - Der Krieg und die Pandemie
3sat | 45 min | Doku

Nach Corona, das uns fast den Atem geraubt hat, kommt Putins Krieg in der Ukraine. Der Westen zeigt sich verwundbar und die Lebensmodelle der Menschen verändern sich. Krisen bedrohen unser Konzept vom Wohlstand. Die Zeitenwende verändert  Gesellschaft, Wirtschaft und Politik. Globalisierung wird neu gedacht. 'Wandel durch Handel', die ehemals große Hoffnung, dass Wirtschaftsbeziehungen Freiheit und Demokratie transportieren, ist vorerst gescheitert. Auch in der Weltpolitik werden die Karten neu gemischt. Wir leben im Zeitalter der Krisen. 

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Corona - Schock und Zeitenwende
3sat | 45 min | Dokumentation

Wir werden Zeugen und Teilnehmer eines Stresstests der menschlichen Gemeinschaft. Der Effekt, den der Coronavirus entwickelt, ist weltumspannend. Die Gesellschaft wird in eine Art Schockzustand versetzt. Welche Muster entwickeln die Menschen in der Krise? Viele haben sich in rücksichtslosen Konsum gestürzt, Menschen streiten sich an der Supermarktkasse sogar um Mehl und Klopapier. Andere rufen zur Besinnung auf, ziehen sich zurück in die eigenen vier Wände oder in kleine Gemeinschaften. Die Regierungen vieler Staaten haben die Isolation ihrer Bürger verordnet, Ausgangssperren wurden verhängt. Opferzahlen werden wichtiger als Börsenkurse. Stoff aus einem dystopischen Roman ist plötzlich Wirklichkeit geworden. Welche neuen Chancen tun sich durch die Krise auf ?

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Bühnenzauber - Hinter den Kulissen der Berliner Staatsoper
ZDF | 45 min  | Dokumentation | mit Eric Mayer

An der Berliner Staatsoper wird „Hippolyte et Aricie“ inszeniert.  Der Film folgt von den ersten musikalischen Skizzen bis zum Premierenapplaus. Wie verwandeln Dirigent, Regisseurin, Orchester,  die Ensembles und all die anderen Gewerke eine jahrhundertealte Partitur in ein heutiges Opernereignis? Wir schauen in die Probenräume. Hinter der Bühne öffnen sich für die Kamera Werkstätten, Kostümabteilung, Maske, Requisite, Bühnentechnik und Lichtregie. Wenn am Abend die Vorstellung  scheinbar mühelos wie ein einziger Atemzug über die Bühne gehen kann, haben alle gute Arbeit geleistet und für diesen Moment eine wunderbare Oper in Berlins ältestes Opernhaus gezaubert.  

Hexenjagd 

Hexenjagd 
SWR | 52 min | Szenische Doku | mit Sascha Tschorn, Anna Mindelheimer

Eine Gesellschaft in Fanatismus und Verblendung. Nach dem Ende des Mittelalters geraten die Hexenverfolgungen in Europa außer Kontrolle. Unter dem Vorwurf von Zauberei und eines Pakts mit dem Teufel werden Frauen wie Männer verhaftet, gefoltert und hingerichtet. Viele Inquisitoren stützen sich dabei auf den Hexenhammer, ein Handbuch des Dominikaners Heinrich Kramer, genannt Institoris. Mehr als 10.000 Mal gedruckt, prägt das Werk über ein Jahrhundert lang die Praxis der Hexenjagd. Eine Gesellschaft gerät zwischen Glaubenszweifeln, Kriegen und tief verwurzeltem Aberglauben in einen Strudel aus Misstrauen, Denunziation und brutaler Gewalt. Ein tödlicher Sog, in dem Kirche, Politik und die Menschen selbst untrennbar verstrickt sind. 

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Ein Flughafen am Ende der Welt -   Gander International Airport
3sat | 45 min | Dokumentation

Mitten in den Wäldern Neufundlands liegt der einst größte Flughafen der Welt: Gander International Airport war seinerzeit globaler Knotenpunkt der Luftfahrt, Horchposten im Kalten Krieg, Schlupfloch in den Westen und Zufluchtsort für gestrandete Passagiere während der 9/11-Anschläge. Heute ist der einstige Gigant für Aussenstehende in Vergessenheit geraten. Neben dem Blick zurück auf die Geschichte und die Geschichten erzählt „Ein Flughafen am Ende der Welt“, wie sehr die Bewohner von Gander sich mit allem was fliegt in der Vergangenheit, der Gegenwart und in der Zukunft identifizieren. Hier war einst die Kreuzung der Welt und die meisten hier können sich noch daran erinnern. 

The Great Arab Revolt - Der verlorene Aufstand

The Great Arab Revolt - Der verlorene Aufstand
Jordan TV, Discovery Networks Asia-Pacific | 3  Folgen à 55 min | Szenische Dokumentation

Im zerfallenden Osmanischen Reich hoffen die Araber Kleinasiens auf Unabhängigkeit. Sharif Hussein, der Emir von Mekka, ist moch gefangen zwischen jahrhundertealter Tradition und einer Welt im Umbruch. Seine Loyalität zum Sultan hat 1916 ein Ende. Hinrichtungen, Hunger und die Unterdrückung arabischer Intellektueller öffnen dem Hashemiten die Augen. Stillhalten ist keine Option mehr. Am 10. Juni 1916 fällt in Mekka der erste Schuss und markiert den Beginn des Arabischen Aufstands. Die Briten, im Krieg mit den Osmanen, suchen ein Bündnis gegen die Türken und versprechen den Haschemiten ein großarabisches Reich. Doch am Ende des Ersten Weltkrieges müssen sie erkennen, dass sie von London betrogen wurden. Bei der Konferenz von Versailles teilen die Großmächte die Arabische Halbinsel unter sich auf und geben Mekka an die Saudis. Den Haschemiten bleibt nur ein trockener Wüstenstreifen, das heutige Jordanien.

Die Bagdad-Bahn

Die Bagdad-Bahn
SWR, ARTE, History Channel | 2 Folgen à 45 + 55 min | Szenische Dokumentation

Die Bagdadbahn ist um 1900 Kernstück der deutschen Nahostpolitik und verstärkt die Spannungen zwischen dem deutschen Kaiserreich und Großbritannien. In einer Welt, die schon auf die Katastrophe des Ersten Weltkrieges zusteuert, erzählt der Film erzählt die Geschichte vom Bau zweier Eisenbahnlinien von Konstantinopel bis tief hinein in den Nahen Osten, die nicht nur technische Meisterleistung waren, sondern auch ein geopolitisches Spiel zwischen Imperien, Industrialisierung und Machtinteressen. Ingenieure und Arbeiter auf der einen und Spione und Saboteure auf der anderen Seite kämpfen sich durch unwegsames Gelände, Wüsten und Gebirge. Historische Dokumente, Zeitzeugenberichte und seltenes Archivmaterial machen die dramatischen Entscheidungen, Konflikte und Hoffnungen lebendig und zeigen, wie die Bahn die Region nachhaltig verändert hat. 

Deckname Annett - Im Netz der Stasi

Deckname Annett - Im Netz der Stasi
ZDF | 45 min | Szenische Dokumentation | mit Bettina Zimmermann und Joachim Paul Assböck

Leipzig 1952: Mitten in der Nacht wird Gerhard Staudte von der Stasi aus dem Bett geholt und abgeführt. Sein Chef wird des Landesverrats beschuldigt und zum Tod durch das Fallbeil verurteilt. Staudte ist unschuldig, muß aber dennoch als Mitwisser für 10 Jahre ins Zuchthaus. Zurück bleibt seine Frau Rosel mit dem erst drei Monate alten Sohn. Die junge Mutter wird wegen der Ungerechtigkeit, mit der ihr das Glück entrissen wurde, fast verrückt und lässt sich mit den Geheimdiensten auf beiden Seiten des Eisernen Vorhangs ein. Im Räderwerk der feindseligen Poltik zwischen Ost und West folgt ein dramatischer Kampf um Leben und Freiheit. Auch Jahrzehnte später sind beide  -Rosel und Gerhardt- von den Folgen traumatisiert. 

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Grenzenlose Liebe
- Gerda und Hartmut Stachowitz
MDR, RBB, WDR | 45 min
 | Szenische Dokumentation

Eine junge Liebe, entstanden in einer noch offenen Stadt, wird durch politische Entscheidungen jäh in ein Dilemma aus Loyalität, Verantwortung und Zwang getrennt. Der Mauerbau verwandelt ihre private Beziehung in Ost-West-Politik und staatliche Verhandlungsmasse. Ihr Fluchtversuch gilt als Verbrechen, ihre Nähe zueinander als Bedrohung. Hartmut Stachowitz muss seine westdeutsche Staatsbürgerschaft aufgeben, um aus der Stasi-Haft entlassen zu werden und mit Frau und Kind im Osten zusammenzuleben. Der Alltag in der DDR ist für die beiden von Stillstand, Kontrolle und  Hoffnungslosigkeit geprägt, bis es dem Westen gelingt sie mit ihren Kindern freizukaufen.

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Detroit - Zwischen Utopie und Untergang
ARTE | 70 min | Dokumentarfilm

Die dramatische Wandlung Detroits von einer glanzvollen Autostadt in eine Geisterstadt steht im Mittelpunkt des Films. Die Metropole galt einst als wichtigster Motor der amerikanischen Wirtschaft. Alles  schien hier einst möglich zu sein, außer Stillstand. Aber die meisten Bänder in MotorCity stehen schon länger still. Hunderttausende sind ohne Arbeit, Hoffnungslosigkeit lähmt die Stadt, Mord und Totschlag greifen um sich. Detroit hat die Hälfte seiner Einwohner verloren. Doch es gibt auch Hoffnung. Neue Technologien und eine veränderte Sicht auf das, was Lebensqualität ausmacht, geben den Menschen eine Perspektive. Der "Motown"-Soul aus den 60er und 70er Jahren bestimmt den Rhythmus der Dokumentation. Keine andere Musik vermag das Lebensgefühl  von Detroit  besser zu orchestrieren.

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Die Todesfahrt der Costa Concordia  
- Anatomie einer Katastrophe
SWR | 45 min | Dokumention

Der fröhliche Abschiedsabend auf dem Kreuzfahrtschiff Costa Concordia wird für Tausende Passagiere und Besatzungsmitglieder zu einer langen Nacht in Todesangst. Kapitän Schettino navigiert fahrlässig und setzt das riesige Schiff vor der Insel Giglio  bei ruhiger See auf einen Felsen. Der Rumpf reißt auf und die Costa Concordia kentert. Schettino rettet zuerst sich selbst und überläßt seine Passagiere der Mannschaft. 32 Menschen verlieren bei der chaotischen Evakuierung ihr Leben. Viele springen ins nachtschwarze Wasser und schaffen es nur mit letzter Kraft an Land. Der Film rekonstruiert die Abläufe Havarie mit gesammelten Handyaufnahmen der Überlebenden, spiegelt die Gefühle der Passagiere im Moment der Katastrophe und läßt Freunde und Angehörige der Opfer zu Wort kommen. 

24 Stunden - Die Todestänzer von Rio

24 Stunden - Die Todestänzer von Rio
SAT.1 | 30 min | Reportage 

Die Eisenbahnsurfer von Rio de Janeiro. Jugendliche, die auf die Dächer der Vorortzüge klettern und zwischen Oberleitung und Abgrund in Richtung Innenstadt fahren. Ihre waghalsigen Aktionen werden zu einer Art Kult und gleichen einem gefährlichen Tanz unter Hochspannung. Es ist ein Spiel mit der Freiheit und dem Tod. Hinter der Copacabana, in einer Stadt geprägt von Armut, Gewalt und Perspektivlosigkeit häufen sich in den 1990er Jahren die tödlichen Unfälle. Der Film beobachtet die jungen Menschen im Alltag und zeigt den schmalen Grat zwischen Adrenalinrausch und tödlicher Realität.

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Überall und Nirgendwo 
- Was morgen die Welt bewegt
SWR | 45 min | Dokumention

Was bedeutet Mobilität heute? Drei Lebensentwürfe zeigen ein vielschichtiges Bild moderner Existenzformen. Da ist Andreas Agha Ebrahim, Vielflieger aus Leidenschaft und beruflich. In der First Class fühlt er sich zuhause, VIP-Lounges sind seine vertrauten Zwischenräume. Nähe definiert sich für ihn nicht über Orte, sondern über Routinen – selbst der flüchtige Blickkontakt an der Hotelrezeption wird zum sozialen Moment. Ulrike und Ole leben Liebe auf Distanz: London, Dresden, Basel. Ihre Beziehung besteht aus täglichen digitalen Kontakten und seltenen Umarmungen. Intimität entsteht hier virtuell, Sehnsucht wird zur Konstante. Den Gegenpol bildet Schwester Gabriela. Sie lebt im Kloster, räumlich gebunden und doch innerlich auf einer Reise. Ihr stilles Leben stellt die Frage, ob Sinn durch Bewegung entsteht – oder gerade durch Verzicht darauf.

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Berlin2Shanghai - Ein Roadtrip
SWR | 5 Folgen à 30 min | Reportage

Die 29-jährigen Zwillinge aus Singen am Bodensee haben ein außergewöhnliches Ziel: Sie wollen mit dem Fahrrad von Berlin nach Shanghai  fahren – 13.000 Kilometer, sechs Monate, immer Richtung Osten. Die Reise ist für beide doppelt schwierig. Schon im Alter von 12 wurden sie getrennt. Ein Neuanfang endete mehrfach im Streit. Die Tour nach Shanghai wird für beide zur ultimativen Herausforderung. Ihre Expedition ist daher weniger Reise als Selbstversuch – ein Ritt durch Landschaften und Emotionen. Von Russland über Kasachstan bis China warten Hunger, Erschöpfung, Hitze und Kälte, aber auch Begegnungen mit fremden Menschen, die ihr eigenes Bild von Brüderlichkeit spiegeln. Über Tibet zu fahren wäre ihr Traum, doch vielleicht führt sie der Weg über den Karakorum – entscheidend ist nur, dass sie  irgendwo ankommen - diesmal möglichst gemeinsam.

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37° So wie du bist  - Kinder von Eltern mit Behinderungen
ZDF | 30 min | Reportage

Sie wachsen ganz selbstverständlich mit einer besonderen Verantwortung auf: Kinder von Eltern mit Behinderungen. Der Film begleitet  Anna-Lena, ein Kind mit 11 Jahren und Johanna, eine Jugendliche. Fürsorge gehört früh zu ihrem Leben. Sie  organisieren den Alltag, übersetzen im Amt, helfen beim Anziehen. Sie übernehmen Aufgaben, die sonst Erwachsene tragen. Zwischen Liebe, Loyalität und Überforderung lernen sie, stark zu sein – oft leise und unbemerkt. Sie spüren die Nähe zu den Eltern, aber auch jene Momente, in denen sie sich nach Unbeschwertheit sehnen. Wo beginnt Überforderung? Ein Film über Zusammenhalt, Selbstständigkeit und den Wunsch, einfach Kind sein zu dürfen.

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37° Herzschmerz und Happy End 
- Die Welt der Groschenromane
ZDF | 30 min | Reportage

Die heile Welt erscheint wöchentlich, millionenfach verkauft, mit Liebesgeschichten und garantiertem Happy End. Mit ihrer klaren Moral, großen Gefühlen, einfachen Konflikten und einem verlässlichen Ende führen die Geschichten auf 64 Seiten trotz zahlreicher Leser:innen ein Schattendasein. Der sogenannte Groschenroman ist seit über einem halben Jahrhundert für Millionen ein Begleiter, auf den sie sich verlassen - als Projektionsfläche für Sehnsüchte nach Romantik, sozialem Aufstieg und Harmonie. Einer der erfolgreichsten Titel ist „Dr.Norden“ über eine Arztfamilie. Im Film die Autorin unter dem Pseudonym Patricia Vandenberg. Sie legt dem Verlag jede zweite Woche ein neues Heft vor - seit Jahrzehnten. 

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37° Leben auf Pump
ZDF | 30 min | Reportage

Adele ist in einem gutbürgerlichen Viertel von Hamburg aufgewachsen. Sie hat geglaubt, finanziell auf der sicheren Seite zu stehen – bis Pflegekosten, Trennung und steigende Ausgaben ihr Leben aus dem Gleichgewicht bringen. Was mit Kreditkarten und harmlos wirkenden Raten beginnt, wächst unmerklich zu einer existenziellen Schuldenfalle. Als selbst der Alltag nicht mehr zu bezahlen ist, verdrängt Adele die Wahrheit – aus Scham, aus Angst, aus Stolz. Erst die naive Frage ihrer Tochter reißt die Fassade ein: „Mama, sind wir jetzt arm?“ Die Reportage begleitet Adele in einer Phase, in der jede Entscheidung alles verändert: Privatinsolvenz oder weiterer Absturz. Zwischen Schuldgefühlen, Selbstbild und Verantwortung ringt sie um einen Neuanfang. 

Von Schönefeld in alle Welt 
- Zur Geschichte der Interflug

Von Schönefeld in alle Welt 
- Zur Geschichte der Interflug
MDR | 45 min | Dokumentation

Die Interflug-Crews waren ein exklusiver Zirkel. Sie flogen Ziele an, von denen andere im Sozialismus nur träumen durften. Eine verschworene Gemeinschaft zwischen Freiheitshunger und Systemzwang, die zwischen startbereiten Tupolews, Kaffeeküchen und  DDR-Staatssicherheit ihren eigenen Kosmos geschaffen hatte. Ehemalige Piloten, Stewardessen und Bordingenieure berichten von Nächten in Havanna und Frühstarts nach Heringsdorf, von Devisenflügen mit Westtouristen, Solidaritätsmissionen nach Hanoi und Transporten von Küken und Fahrrädern quer über den Globus. Hinter den schicken Uniformen tauchen nach und nach auch die Schatten auf: Spitzel an Bord, geheime Spezialaufträge und die Erkenntnis, wie sehr große Politik in jedem Flugplan steckte. 

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Dagobert, der Kaufhauserpresser
- Die großen Kriminalfälle
SWR | 45 min | Szenische Dokumentation

Am 25. Mai 1988 explodiert im Berliner „Kaufhaus des Westens“ eine Bombe. Der Bombenleger Arno Funke fordert 500.000 DM, sonst legt er die nächste Bombe. Das Geld soll auf sein Kommando hin aus einer fahrenden S-Bahn geworfen werden. So beginnt einer der längsten und spektakulärsten Erpressungsfälle in der deutschen Kriminalgeschichte. Jahrelang werden sich „Dagobert“, wie der Täter bald genannt wird, und die Polizei in Berlin und Hamburg ein Katz-und-Maus-Spiel liefern – beobachtet von einer Öffentlichkeit, deren Sympathie ganz dem gewitzten und intelligenten Verbrecher gehört, der die Polizei so lange an der Nase herumführt. Arno Funke selbst kommentiert seine Taten. 

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Die Schlecker Entführer
- Die großen Kriminalfälle 
SWR | 45 min | Szenische Dokumentation

Bieder, höflich, zuvorkommend – und eiskalt, so beschreibt ein Opfer die beiden Verbrecher, die Deutschland in den Achtzigerjahren in Atem halten. Die beiden sind Profis: bei Geiselnahmen und Banküberfällen erbeuten sie damals rund 18 Millionen Mark. Die Polizei tappt im Dunkeln. 1987, kurz vor Weihnachten, landen sie ihren größten Coup. Sie überfallen den damaligen Drogeriekettenbesitzer Anton Schlecker in seinem Haus und entführen dessen Kinder. Der Film beschreibt die Entführung, die skurrilen Lösegeldverhandlungen und die Jagd nach den Tätern. 

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Bernhard Kimmel
- Die großen Kriminalfälle
SWR | 45 min | Szenische Dokumentation

Der ‚erfolgreichste Geldschrankknacker Deutschlands‘ wächst im pfälzischen Lambrecht auf. 1957 knacken Kimmel und seine jugendlichen Kumpane ihren ersten Tresor. Bis 1961 gehen 180 Einbrüche auf ihr Konto. Aber in der Silvesternacht 1960/61 endet die Halbstarkenattitüde mit einem Mord. Bei einer feuchtfröhlichen Feier im Wald erschießt ein betrunkenes Mitglied der Bande einen Gastwirt. Nach und nach werden sie verhaftet. Bernhard Kimmel wird zu 14 Jahren Zuchthaus verurteilt. 1970 kommt er vorzeitig frei, gilt als resozialisiert und wird sogar im Kulturbetrieb herumgereicht, seine Verbrechen romantisiert. ‚Al Capone aus der Pfalz' nennt ihn eine Illustrierte. Aber Kimmel macht weiter. Bei einem Bankeinbruch wird er zum Polizistenmörder und landet mit ‚lebenslänglich‘ im Gefängnis.

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Der allmächtige Warenfetisch  
Vom Himmelreich zum Markenreich
ARTE | 50 min | Dokumentation

Religiöse Rituale und Idole, Zeichen von Spiritualität, transportieren uralte Menschheitsgeschichte in die Gegenwart. Die enorme Macht der Glaubenssätze hat auch die Warenwelt entdeckt. Wie religiöse Idole sollen die Marken Werte transportieren, die viele Menschen teilen. Gegenstände erhalten so eine besondere Wertschätzung über ihren realen Wert hinaus. Produkte stehen nicht mehr nur für ihre Funktion und Form, sondern auch für eine religiös anmutende Vision. Banale Produkte werden zu Objekten der Begierde - sie werden Fetische. Der Film begleitet Designer, Werbeagenturen und Marketingabteilungen auf diesem Weg und folgt geleichzeitig einer über 10.000 Jahre alten Zeremonie von Hopi-Indianern und ihrem Umgang mit religiösen Fetischen ihres Stammes. Profanes und Heiliges mischt sich, Warenfetische werden heilig und die religiösen Fetische käuflich. 

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Weltethos 
- Das Gewissen der Welt
ZDF | 2 Folgen à 50 min | Dokumentation

Die Suche nach einem globalen Ethos aller Menschen. Warum predigen Religionen zugleich Frieden und legitimieren Kriege? Welche gemeinsamen Werte teilen alle großen Glaubensrichtungen? Auf einer filmischen „Expedition“ begegnet der Film Menschen verschiedener Kulturen und Religionen, die ihr Ethos im Alltag leben und so universale moralische Grundsätze sichtbar machen. Zentraler Bezugspunkt ist das Weltethos‑Projekt des Theologen Hans Küng. Die Dokumentation untersucht, ob dieses Projekt bloße Utopie bleibt oder eine reale Kraft für eine friedlichere, gerechtere Welt entfalten kann.

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Legenden - Soraya
SWR, MDR | 45 min | Dokumentation

Sie gab selten Interviews, scheute Journalisten. Ihr Leben lang wurde sie von Paparazzi verfolgt. Tage und Nächte saßen sie auf der Lauer, um das Schicksal der Kaiserin von Persien minutiös zu dokumentieren: Als Kind einer deutschen Mutter, die den Pfauenthron besteigt, als moderne Monarchin, dann kinderlos vom Schah verstoßen, irrlichternd durch das Dolce Vita Roms mit Gunter Sachs,  Maximilian Schell oder dem italienischen Filmregisseur Franco Indovina. Sorayas Leben bot zu jeder Zeit Stoff für die Medien. Der Film beschreibt die Geschichte hinter den Bildern der Yellowpress. Geliebt vom Volk, gefeiert von der Presse und doch gefangen in einem goldenen Käfig, erzählt sie erstmals offen von Liebe, Verlust und innerer Zerrissenheit. Ein Film über Macht und Ohnmacht, und über ein Leben zwischen zwei Welten.

Legenden - Curd Jürgens

Legenden - Curd Jürgens
SWR, MDR | 45 min | Dokumentation

Der „tolle Kerl“ war die Rolle seines Lebens. Curd Jürgens wurde Weltstar, als sich Deutschland gerade von den Schrecken der Kriegsjahre erholte. Produzenten und Regisseure erkannten in ihm die Figur ihrer Zeit: energiegeladen, groß, blond, strahlend blaue Augen - Und: er war Halbfranzose, sprach fließend französisch. Die Zeitungen konnten nicht genug von ihm kriegen, die Leser nahmen teil an seinem Erfolg und seinem Luxus, in dem er lebte, an seinem Ruhm und seinen Eskapaden. Der Mensch dahinter mit seiner Einsamkeit blieb der Öffentlichkeit weitgehend verborgen. Wer war Curd Jürgens hinter den Rollen und seiner Selbstinszenierung?

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Legenden - Roy Black
SWR, MDR | 45 min | Dokumentation

Seine sanfte Stimme versetzte Millionen in Rausch und Ekstase. Auf 25 Millionen Schallplatten wurde er zum Maßstab für einen Musikstil. Roy Black hat mit seinen Liedern um Liebe, Herz und Glücklichsein die halbe Nation begeistert. Die Deutschen waren überwältigt von seiner Erscheinung und verhalfen ihm zu einer beispiellosen Karriere. An der Seite von Uschi Glas wurde er zum Filmstar. Doch Ruhm und Erfolg konnten seinen inneren Kampf nicht überdecken, der ihn vom kometenhaften Aufstieg in den tiefen Absturz führte. Als die weiche Welle in den 70ern vorbei ist, interessiert sich kaum noch jemand für ihn. Roy Black verliert den Boden unter den Füssen. Der Film zeigt die tragische Geschichte eines Mannes, der an seinem Image in der Öffentlichkeit und seinem Ruhm zerbrach.

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1000 kleine Revolutionen 
- Unternehmer, die die Welt verändern
ARTE | 58 min | Dokumentation

Social Entrepreneurs engagieren sich für eine gerechtere Welt jenseits der  Markt beherrschenden Systeme. Sie sind Unternehmer, die mit innovativen Projekten dort ansetzen, wo herkömmliche Strukturen an ihre Grenzen kommen.​​ Eine Pariser Arbeitsagentur, die sich um die Integration von Migranten in die Pariser Gesellschaft bemüht, eine Schreinerei in Bayern, die jugendliche Straftäter mit Arbeit und Boxen wieder in die Gesellschaft integrieren will, und eine Agentur in Rio de Janeiro, die schwerst-kriminellen Jugendlichen aus den Favelas Bildung und Jobs verschafft. Sie alle gehen der Frage nach, wie  unternehmerisches Denken mit sozialem Engagement verbunden werden kann. Das sind kleine Revolutionen, die bestehende Strukturen in Wirtschaft und Gesellschaft hinterfragen und umleiten können. 

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Plastic Fantastic
ARTE | 50 min | Filmische Collage

Der innovativste Werkstoff des 20. Jahrhunderts tritt einen skurril anmutenden Siegeszug  in alle Bereiche des täglichen Lebens an. Der Film zeigt den lustvollen Weg in die Wegwerfgesellschaft von ökologischer Kritik zunächst ungetrübt. Ein Blick zurück, der auch sichtbar macht, wie schnell Plastik die kulturellen Werte der Gesellschaft in Frage stellen konnte. In den 60ern entwickelte sich Kunststoff zum Synonym der Moderne, Plastikobjekte wurden Kult. Einer der wichtigsten Designer dieser Epoche, Verner Panton, verwandelte die neuen Möglichen mit seinen Ideen zu einem Rausch aus Farben und Formen. Doch zu Recht hat das neue Material  die Menschen schon immer polarisiert. Zwischen der spontanen Sympathie der Frauen für Nylonstrümpfe und der tiefen Verachtung für die wachsenden Müllberge liegen Welten. 

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Die Stählerne Zeit
WDR SWR | 3 Folgen á 45 min | Szenische Dokumentation

Deutschland erlebt im 19. Jahrhundert einen dramatischen Umbruch zur Industrienation. Millionen Menschen erleben den Fortschritt als Existenzkampf. Anhand verbürgter Lebensgeschichten macht die Reihe die Bedrängnisse, Hoffnungen und Konflikte dieser Epoche lebendig. So entsteht ein packendes Panorama einer Zeit, in der der moderne Sozialstaat und die Arbeiterbewegung ihre Wurzeln fanden. In Wuppertal, dem „Manchester Deutschlands“ kämpfen die Weber gegen Maschinen und Dampfkraft. Alte Lebensformen zerbrechen. Ein Stahlbaron im Saarland regiert sein Imperium und seine Arbeiter mit patriarchalischer Härte. Im boomenden Ruhrgebiet steigt der Bergmann August Siegel vom Tagelöhner zum Arbeiterführer auf und kämpft im großen Streik von 1889 für Rechte und Würde.

Shanghai brennt 
- Metropole zwischen Rausch und Revolution

Shanghai brennt 
- Metropole zwischen Rausch und Revolution
ARTE | 45 min | Dokumentation

Shanghai erlebt in den 1920er Jahren einen beispiellosen Aufstieg. Nach dem Sturz der Qing-Dynastie 1912 wächst die ehemals kolonial geprägte Stadt zu einer zentralen Handels- und Finanzmetropole Asiens. Westliche Banken, Handelshäuser und Reedereien prägen die internationalen Viertel, ausländische Eliten mit Wohlstand, westlichem Lebensstil und rasanter Modernisierung geben den Ton angeben. Als 'Paris des Ostens' zieht Shanghai Künstler, Musiker und Abenteurer aus Europa, Russland und Amerika an. Tanzpaläste, Jazzclubs und Varietés stehen für ein neues, freizügigeres Lebensgefühl. Moderne chinesische Frauen tragen den Qipao selbstbewusst und erobern den öffentlichen Raum. Doch es florieren auch Glücksspiel, Prostitution und Drogenhandel und dahinter geben mächtige Banden den Ton an.  

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Damals in der DDR - Neubeginn auf russisch
MDR | 45 min | Filmreihe Szenische Dokumentation 

Berlin 1951. Die Stadt liegt noch in Trümmern. In Ost-Berlin feiert die Jugend. Irene Geismeier fährt mit dem Zug in die Stadt. Die Jugendliche ist begeistertes FDJ-Mitglied, beseelt von dem Glauben, nach den Schrecken des Krieges ein neues, friedliches Deutschland aufzubauen. Der Film zeigt diese und andere Geschichten in der DDR der frühen 50er Jahre. Sozialismus nach sowjetischem Vorbild und Kalter Krieg prägen das Leben der Menschen in der DDR. Im Westen herrschte nach den Parolen der Klassenfeind und die Sowjeunion wurde den Bürgern als bester Freund empfohlen. Irene Geismeier hat wie sie von ihrem damaligen Besuch in West Berlin berichtet, 'ihre politische Botschaft gegen Schokolade eingewechselt', die ihr eine freundliche Dame am Kurfürstendamm zuvor geschenkt hatte. Ein Schlüsselerlebnis ihrer Jugend.

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KGB - Zwei Spione, eine Freundschaft
MDR | 45 min | Dokumentation

Sein Verrat gilt als einer der größten Geheimdienstskandale der Bundesrepublik. Er war einer der gefährlichsten Spione gegen den Westen. Heinz Felfe saß in den 50er Jahren beim BND in leitender Position, spionierte aber gleichzeitig auch für den KGB. Er verriet wichtige Operationen des BND und der CIA an seinen sowjetischen Führungsoffizier Witali Korotkow und schleuste Falschinformationen aus Moskau in die westlichen Geheimdienste. Nach seiner Enttarnung 1961 wurde klar, dass er um 100 CIA Agenten und 15.000 Geheimsachen an den KGB verraten hatte. Der Ruf des deutschen Nachrichtendienstes, der Felfe 10 Jahre lang ahnungslos beschäftigt hatte, landete auf seinem Tiefpunkt. Schon 1963 tauscht die DDR Felfe gegen 21 im Westen inhaftierte Spione ein. Im Film kommen der Spion selbst und auch Korotkow, sein Führungsoffizier in Moskau, zu Wort. 

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Swing gegen Gleichschritt
WDR | 45 min | Dokumentation

Musikalische Subkultur unter Hitler. Ende der 1930er-Jahre suchten Hamburger Jugendliche Freiräume im Swing, Jazz und der angloamerikanischen Popkultur – Hauptsache ein Kontrast zur straffen Disziplin der Hitlerjugend. Kleidung, Musik und lässiger Habitus wurden zu Zeichen stiller Verweigerung gegen Uniformierung und Gleichschritt. Politischer Widerstand im engeren Sinn waren selten, doch ihr Lebensstil entzog sich dem Zugriff der NS-Ideologie. Gerade diese Nonkonformität galt dem Regime als Bedrohung: Swing wurde diffamiert, Kreise zerschlagen, Jugendliche verfolgt, in Lager oder Strafbataillone eingewiesen. Was als Musik- und Jugendkultur begann, wurde zum Risiko für die Diktatur. Für die Swingbegeisterten dagegen war ihre Musik der letzte urbane Freiraum vor der totalen Kontrolle.

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Die Trilogie des Istvan Szabo
WDR | 45 min | Dokumentation

Die  „Trilogie der Macht“ von István Szabó umfasst drei Filme mit Klaus Maria Brandauer in der Hauptrolle, entstanden zwischen 1981 und 1988.  'Mephisto' – über den opportunistischen Schauspieler Hendrik Höfgen im nationalsozialistischen Deutschland. 'Oberst Redl' – über den k.u.k.-Offizier Alfred Redl und seine Karriere im zerfallenden Habsburgerreich und 'Hanussen  – über den Hellseher Erik Jan Hanussen im Umfeld der Weimarer Republik und des aufkommenden Nationalsozialismus. Der Filmkritiker Wolf Donner definiert die drei Filme zu einer Trilogie, die alle thematisch um das Verhältnis eines Einzelnen zur Macht und zu autoritären Systemen kreisen. 

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