Shanghai brennt
– Metropole zwischen Rausch und Revolution
ARTE | 1996
Buch | Regie - Roland May
Kamera - Peter Klotz, Christian Henkensiefken, Loic Baffier
Ton - Ivo Lindner, Benoit Gatimez
Stringer - Zou Ying
Schnitt - Claudia Spoden
Archiv - Shanghai Filminstitut
Drehorte - Shanghai, Paris, Hamburg
Sprachen - Mandarin, Französisch, Deutsch
Produktion - faction! TV
Shanghai erlebt in den 1920er Jahren einen beispiellosen Aufstieg. Nach dem Sturz der Qing-Dynastie 1912 wächst die ehemals kolonial geprägte Stadt zu einer zentralen Handels- und Finanzmetropole Asiens. Westliche Banken, Handelshäuser und Reedereien prägen die internationalen Viertel, in denen extraterritoriale Rechte gelten und ausländische Eliten mit Wohlstand, westlichem Lebensstil und rasanter Modernisierung den Ton angeben. Als „Paris des Ostens“ zieht Shanghai Künstler, Musiker und Abenteurer aus Europa, Russland und Amerika an. Tanzpaläste, Jazzclubs, Kinos und Varietés stehen für ein neues, freizügigeres Lebensgefühl. Moderne chinesische Frauen tragen den Qipao selbstbewusst, arbeiten in neuen Berufen und erobern den öffentlichen Raum. Doch hinter dem Glanz florieren Glücksspiel, Prostitution und Drogenhandel, getragen von mächtigen Banden, Korruption und Teilen der kolonialen Elite. Der Film stützt sich auf Erinnerungen von Zeitzeugen aus Hamburg, Paris und Shanghai, deren Familien im internationalen Handel tätig waren.


